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Schnellfähre Alboran rammte Lastkahn – Katastrophe knapp verhindert
Gran Canaria – Am Donnerstag rammte die Katamaran-Fähre “Alboran” einen Lastkahn, welcher für Taucharbeiten genutzt wurde.
Der Vorfall ereignete sich rund 9 km vor Bañaderos. Die Fähre, der Reederei Naviera Armas, kehrte daraufhin in den Hafen Puerto de la Luz (Las Palmas) zurück. Eigentlich befand sie sich mit 52 km/h Geschwindigkeit auf dem Liniendienst zwischen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife.
Der Rettungshubschrauber Helimer 202 und Rettungsschiffe des Salvamento Marítimo sowie der Guardia Civil retteten drei Besatzungsmitglieder des Arbeitsschiffes. Ein Besatzungsmitglied rettete sich auf einem im Wasser treibenden Container, wovon sich zwei Stück auf dem Kahn befunden hatten. Die Besatzung des Lastkahn kam in das Krankenhaus Dr. Negrin. Auf der Fähre kam niemand von den 150 Menschen an Bord zu Schaden, lediglich eine Frau musste nach der Rückkehr wegen Angstzustände behandelt werden. Über die Schadenshöhe an beiden Seefahrzeugen gab es bisher keine Angaben. Wie auf den veröffentlichten Bildern und Videos zu sehen ist, hatte die Fähre bei der Rückkehr Schlagseite nach Backbord, was auf einen Wassereinbruch zurückzuführen ist. Der Lastkahn trieb gestern noch halb versunken im Ozean. Die Fähre Alboran muss nun in die Werft, wodurch Fährfahrten ausfallen werden.
Der Kapitän des Lastkahns wollte sich vom Krankenhaus aus mit dem Taxi zum Unglücksverursacher – dem Kapitän der Armas-Fähre – machen um ihn zur Rede zu stellen. Jedoch hinderten ihn Polizisten der Guardia Civil daran.
Die Schuldfrage muss nun durch Ermittlungen der Behörden geklärt werden.
Offenbar sind die Kanarischen Inseln nur knapp einer Schiffskatastrophe entgangen.
Hinweis: Bei den ersten Meldungen, welche gestern durch regionale Medien verbreitet wurden, hiess es erst, dass die Fähre von einem Ausflugsboot gerammt worden sein soll. Wir hatten diese Angaben übernommen und heute korrigiert.

Fähre von Armas und Ponton-Boot wieder im Hafen von Las Palmas - Unfallgrund möglicherweise der Radar
Las Palmas - Sowohl die Fähre Alborán der Reederei Armas als auch das Ponton-Boot mit dem Namen Trames Uno befinden sich nach der Kollision wieder im Hafen von Las Palmas. Die Fähre hat auf der Schlagseite nach links und es wurde aus Sicherheitsgründen ein Sperrnetz rund um das Schiff gespannt, um mögliche Verschmutzungen durch austretendes Öl zu verhindern. Der Kapitän der Alborán gab noch zu Protokoll, dass das Ponton-Boot wohl halb versunken war, als die Kollision mit der Fähre stattfand, dies erklärt auch, warum die Crew der Fähre zunächst von einer Art Fass ausgegangen ist.
Um genaue Schuldzuweisungen machen zu können sei es noch zu früh, sagte der Präsident der Hafenbehörde Juan José Cardona vor der Presse. „Wir müssen auf die Ergebnisse der Kommission für Seeunfälle warten“, diese wird am Montag die Arbeiten aufnehmen. Er unterstrich jedoch auch, dass „Armas viele Schiffe mit großartigen Mitarbeitern hat“, er kann sich also kaum Vorstellen, dass hier die Schuld zu finden ist. Solche Unfälle können seines Erachtens immer wieder passieren, besonders in stark befahrenen Gebeten wie den Kanarischen Inseln.
Derzeit wird lediglich spekuliert, dass mit dem Radar evtl. irgendetwas nicht korrekt funktioniert haben könnte. Dazu wird aber nun auch die Blackbox ausgewertet, zudem wird auch der Voicerecorder analysiert um genauer feststellen zu können was vor dem Aufprall passiert sein könnte.
In der Tat kann man ein Ponton-Boot, welches ja sehr flach ist, schwer erkennen, wenn dieses dann auch noch halb abgesunken ist, wird es besonders schwer. Die Grundfrage, die gestellt werden muss, ist: Wieso befanden sich beide Schiffe an der gleichen Stelle zur gleichen Zeit, denn in der Regel liegen die outen ja bereits vorher fest. - TF
Quelle: Infos-grancanaria.com

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Quelle: canaryo.net
Autor: canaryo.net - Kommentare (0) - 11.11.2018 um 18:00

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